Problemwolf soll erschossen werden

Nach einem durch die DNA-Analyse bestätigten Wolfsriss vor ein paar Wochen, wurden in den vergangenen Tagen weitere tote Tiere im Bereich der Tofernalm in Großarl gefunden. Das Rissbild deutet eindeutig auf weitere Wolfsrisse hin. Landesrat Josef Schwaiger und der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hubert Stock, trafen sich am Sonntag vor Ort mit betroffenen Almbauern. Diese werden am Montag bei der Bezirkshauptmannschaft die Entnahme des Problemwolfes beantragen.

20 bis 25 Schafe, etwa ein Viertel der aufgetriebenen Herde, sind seit Anfang Juli vom Wolf gerissen worden, weitere zirka 20 Tiere werden vermisst. „Der Managementplan des Landes Salzburg spricht von einem Problemwolf, wenn innerhalb eines Monats 25 Tiere getötet werden. Das ist hier der Fall. Daher unterstützen wir die betroffenen Almbauern, wo wir können“, betonte Landesrat Josef Schwaiger als er sich am Sonntag in Großarl ein Bild von der Situation machte und mit den Landwirten intensive Gespräche führte.

 

Wolfsbeauftragter berät Betroffene

Mittlerweile wurden die Tiere aus Sicherheitsgründen von der Tofernalm geholt. Der Antrag zur Entnahme des Problemwolfs wird in enger Abstimmung mit dem Wolfsbeauftragten Hubert Stock erfolgen. „Das wird am Montag geschehen“, so Stock.

 

Bezirkshauptmannschaft leitet Ermittlungsverfahren ein

Der Pongauer Bezirkshauptmann Harald Wimmer ist auf den Antrag zur Entnahme vorbereitet und betont: „Sobald er bei uns eingelangt ist, leiten wir ein Ermittlungsverfahren ein, prüfen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und wickeln den Fall bescheidmäßig ab.“