Noch bequemer skifahren

Mehr als 150 Millionen Euro investiert die Salzburger Seilbahnwirtschaft dieses Jahr in neue Liftanlagen, Beschneiungstechnik, Pistengeräte und Digitalisierung. Insgesamt mehr als 1,1 Milliarden Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren für Modernisierungen und Verbesserungen aufgewendet. „Damit ist die Seilbahn- und Liftbranche gemeinsam mit dem Tourismus der investitionsstärkste Sektor in der Salzburger Wirtschaft – mit zahlreichen Wertschöpfungseffekten für viele andere Branchen“, hob Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Jahrestagung der Seilbahnwirtschaft in St. Johann im Pongau heute, Mittwoch, hervor.

In den 52 Salzburger Skigebieten mit ihren 422 Seilbahn- und Liftanlagen, rund 4.700 Hektar Skipisten und etwa 120 Speicherteichen laufen derzeit die Vorbereitungen auf die kommende Wintersaison auf Hochtouren. Von den gut 150 Millionen Euro an Investitionen in diesem Jahr werden jeweils ein Drittel in den Neu- oder Umbau von Seilbahn- und Liftanlagen, in die Erhöhung der Schneesicherheit, in Pisten, Parkplätze, Pistengeräte und Serviceeinrichtungen sowie in Sommerangebote gesteckt.

Wintersport auf hohem Niveau

„Indem wir in unsere Seilbahnanlagen investieren, stellen wir ein konstant hohes Niveau an Komfort, Sicherheit und kurzen Wartezeiten für unsere Gäste sicher. Zudem sind moderne Anlagen, aber auch Pistengeräte und Schneeerzeuger weniger wartungsintensiv und viel energieeffizienter als alte. Innovationen setzen wir vermehrt auch im Bereich Infrastruktur, wie Skidepots und Servicestationen in den Talstationen“, so Veronika Scheffer, die Obfrau der Fachgruppe der Seilbahnen.

Verbinden, was zusammengehört

Der Trend geht immer mehr zu Großskiräumen, die Seilbahnwirtschaft forciert daher die Herstellung von sinnvollen Verbindungen zwischen starken Destinationen. So rückt die Schmittenhöhebahn mit der Eröffnung einer neuen Bahn ins Glemmtal dem Zusammenschluss mit dem Skicircus Saalbach-Hinterglemm Leogang Fieberbrunn wieder einen Schritt näher. Die Erschließung des Kitzsteinhorns von Kaprun aus ist ein weiterer Meilenstein, der heuer Realität wird. Die Seilbahnverbindung „3K K-onnection“ Kaprun-Maiskogel-Kitzsteinhorn wird Skibegeisterte direkt vom Ortszentrum bis ins Gletscherskigebiet transportieren. Die nächsten Verbindungen zwischen bestehenden Skigebieten sind im Pongau im kommenden Jahr angedacht.

Beliebter Lehrberuf Seilbahntechniker

Stolz ist man in der Salzburger Seilbahnwirtschaft auf die erfolgreiche Entwicklung des Lehrberufs Seilbahntechnik, den die Landesberufsschule Hallein anbietet. Seit 2010 wurden bereits 550 junge Menschen ausgebildet, 2019 starten sogar zwei Klassen mit 44 Lehrlingen. Mittlerweile werden auch Lehrlinge aus Südtirol und Bayern nach Salzburg geschickt.

Die größten Einzelinvestitionen der Salzburger Seilbahnen 2019

  • Ski Amadé: 70 Millionen Euro (Hochkönig: Fertigstellung der Gabühelbahn bei Mühlbach und Dienten; Verbindung Wagrain – Kleinarl: Spatenstich erfolgt)
  • Gletscherbahnen Kaprun: 20,8 Millionen Euro (letzte Etappe der Erschließung des Kitzsteinhorns von Kaprun aus, Verbindung Maiskogel-Gletscher)
  • Bergbahn Lofer GmbH: 23,3 Millionen Euro
  • Skicircus Saalbach-Hinterglemm Leogang Fieberbrunn: 19,6 Millionen Euro (Fertigstellung Zwölferkogelbahn)
  • Schmittenhöhebahn AG: 26,2 Millionen Euro (Verbindung Schmitten – Viehhofen)

Quelle: Land Salzburg