Mensch und Tier am See

So wie der Mensch Erholung an den heimischen Seen sucht, so wichtig sind naturnahe Uferzonen für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Sie bilden einen notwendigen Rückzugsraum für viele Vogelarten und für Fische. Durch 20 Meter „Respektabstand“ zu Schilf und Wasserpflanzen können Badeliebhaber und Wassersportler zu einem konfliktfreien Nebeneinander von Mensch und Natur beitragen.

 

Abstand halten hilft seltenen Pflanzen beim Überleben

Es sollen zum Beispiel mindestens 20 Meter Abstand zu Schilf-, See- und Teichrosenbeständen gehalten werden. Die Schutzzonen an sensiblen Uferbereichen tragen dazu bei, dass die zum Teil sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten auf Dauer überleben können. Am Grabensee beispielsweise ist das Schwimmen und Befahren mit Wasserfahrzeugen, also zum Beispiel mit Segel- oder Motorbooten, nur im Bereich des Strandbades Perwang erlaubt. Dies gilt auch für Kite-Surfen und Stand-Up-Paddeln. „Die Uferbereiche mit Schilfgürtel an unseren Badeseen erfüllen wichtige Aufgaben für die Tier- und Pflanzenwelt sowie für die Wasserqualität in und um die Seen“, so Naturlandesrätin Maria Hutter.

Vögel und Fische brauchen Ruhe – gerade jetzt

Während der Brutzeit von März bis Juli, beim Wechsel des Federkleides von Juli bis September und im Winter sind Vögel auf ruhige Zonen im Uferbereich angewiesen. Die seichten Ufer und Schilfzonen sind auch wichtige Lebensräume für Fische und ihren Laich. Störungen bedeuten für die Tiere Stress und vermindern die Überlebenschancen des Vogelnachwuchses. Am seichten Ufer besteht außerdem die Gefahr, dass durch Paddelschläge oder Kentern Eier und Jungfische geschädigt werden.

 

Nützen, schützen, respektieren

Viele Uferzonen wurden durch Verbauung, intensive landwirtschaftliche Nutzung, Zersiedelung, Verkehr und Freizeit erheblich verändert. Dadurch sind die Schilf- und Teichrosenbestände an Gewässern in den vergangenen Jahrzehnten europaweit zum Teil stark zurückgegangen. Oft ist nur mehr ein geringer Anteil der Uferzone naturnah. Umso mehr heißt es daher: Nützen, schützen und respektieren.

 

 

Quelle: Land Salzburg