Abfahrten gesperrt

Das Maßnahmenpaket gegen den Sommer-Ausweichverkehr nimmt konkrete Züge an. Landesrat Stefan Schnöll bekräftigt auf Einladung des Tennengauer Regionalverbandes das Ziel, die Anrainer vor dem Ausweichverkehr zu schützen:

„Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um unsere Gemeinden von den Stau-Umfahrern zu entlasten.“

 

Das Paket enthält folgende konkrete Maßnahmen:

  • Ausgewählte Autobahn-Abfahrten sollen in Abstimmung mit Asfinag und Polizei komplett gesperrt werden. An den Verordnungen wird bereits gearbeitet. Umsetzen wird die Sperren das Bundesministerium für Verkehr. Die zu sperrenden Abfahrten werden in Abstimmung mit allen Gemeinden und Regionalverbänden entlang der A10 Tauernautobahn festgelegt. „Wir werden die Anrainer und Wirtschaftstreibenden rechtzeitig informieren, damit sie sich darauf einstellen können“, so Landesrat Schnöll, „Ziel ist es, den Verkehr auf der Autobahn zu halten, um eine Beeinträchtigung der Lebensqualität der Anrainer-Gemeinden gering zu halten.“
  • Andere betroffene Abfahrten, von denen Ausweichverkehr zu erwarten ist, bleiben offen, um auch den Ziel- und Quellverkehr zu ermöglichen. Für alle stark betroffenen Straßen im untergeordneten Straßennetz soll es Verordnungen geben können, die nur Ziel- und Quellverkehr erlauben. „Kontrollen durch Polizei und private Sicherheitsfirmen werden sichergestellt“, betont Schnöll.
  • Für die Test-Wochenenden wird eine Einsatzzentrale eingerichtet, die den Verkehrsfluss permanent beobachtet und bei Bedarf reagieren kann. Die Einsatzzentrale wird aus der Verkehrsrechts-Behörde des Landes, der Polizei und der Asfinag bestehen.
  • Die bisher geplanten vier Test-Samstage nur Richtung Süden für das Staumanagement auf der A10 werden auf sechs Wochenenden, also Samstag und Sonntag, und auf beide Richtungen (Norden und Süden) ausgeweitet – konkret von 13. und 14. Juli bis 17. und 18. August.

 

Ziel- und Quellverkehr müssen dennoch funktionieren

Der Gastgeber des heutigen Termins, der Kuchler Bürgermeister Thomas Freylinger, betont: „Wir müssen es schaffen, die Fahrzeuge auf der A10 zu halten, um damit sicherzustellen, dass der Ziel- und Quellverkehr dennoch funktionieren kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten, Landesrat Schnöll, Vertretern der Asfinag, Polizei und Bezirkshauptmannschaft und den Bürgermeistern für die heutige konstruktive Diskussion.“

 

Zusätzlich: Maßnahmen, um Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten

Im Lungau wird erneut versucht, soweit wie möglich auf Blockabfertigungen zu verzichten. Dreh- und Angelpunkt des Konzepts und der Maßnahmen soll ein beschleunigter Verkehrsfluss sein. Die Ergebnisse der Test-Wochenenden im vergangenen Jahr und eine weiterentwickelte Studie der Asfinag bilden die Grundlage dafür. „Die Einsatzorganisationen wurden eingebunden und sind mit an Bord. Die Asfinag nimmt auch Geld in die Hand, um ihre Anforderungen umzusetzen“, unterstreicht Schnöll. Experten der Asfinag empfehlen neben baulichen Adaptierungen bei der Mautstelle St. Michael im Lungau weiterhin auf manche Blockabfertigungen zu verzichten, solange es der Verkehrsfluss zulässt. Das wird auch gemacht. In Richtung Norden werden von der Asfinag aktuell weitere Maßnahmen geprüft, um zu einem besseren Verkehrsfluss beizutragen. „Mit einem flüssigeren Verkehr können wir mehr Autos auf der Autobahn halten“, so Schnöll.

 

Verkehr auf erträgliches Maß reduzieren

Darüber hinaus werden weitere Möglichkeiten geprüft, um den Verkehr auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, sodass eine Abfertigung der Urlauber-Kolonnen möglichst nur über die Autobahn stattfinden kann.

 

Neben Autobahn wurde Hauptausweichroute definiert

Neben dem Weg über den Walserberg auf der Autobahn wird es eine ausgewiesene „Hauptausweichroute“ geben. Der Weg führt über die Abfahrt Salzburg Süd und weiter Richtung Grödig über die B160 Berchtesgadener Straße nach Marktschellenberg und weiter nach Berchtesgaden. Von dort gibt es zwei Möglichkeiten über Bad Reichenhall/Piding (plus 30 Minuten) oder über Inzell (plus 40 Minuten), um wieder auf die A8 München-Salzburg zu gelangen.

 

Quelle: Land Salzburg